Was tun, wenn Sie eine Person nicht mögen?

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Was tun, wenn Sie eine Person nicht mögen?

Die Macht Ihrer Gedanken.

„Oh, nein, nicht der/die schon wieder.“
Was tun, wenn Sie einen Menschen im Businesskontext nicht mögen?
Die schlechte Nachricht: Sie werden diesen Menschen nicht ändern.
Die gute Nachricht: Den einzigen Menschen, den Sie ändern können, ist die Person, die Sie morgens im Spiegel sehen.

Der Schlüssel liegt in Ihnen, Ihrer Haltung, Ihren Gedanken der Person gegenüber. Hier finden Sie zwei Tipps zum Ausprobieren im Umgang mit Menschen, die Sie persönlich als „herausfordernd“ erleben.

Tipp 1
Machen Sie den 4er-Check. Fragen Sie sich:

1. An wen erinnert mich diese Person?
2. Was hat diese Person, was ich nicht habe und gerne hätte?
3. Was hat diese Person, was ich an mir selbst nicht mag?
4. Was hat diese Person, was ich früher hatte und für mich selbst überwunden habe?

Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Antworten. Die Person kann nichts dafür, dass Sie ein Problem mit ihr haben. Sie fühlt sich in Ordnung, so wie sie ist.
Darum überlegen Sie lieber, welchen Ihrer wunden Punkte die Person bei Ihnen trifft und wie Sie Ihre Antwort für sich nutzen können.
Einmal angenommen, die Kundin erinnert Sie an die Exfreundin Ihres Mannes. Dann sagen Sie sich: „Du kannst nichts dafür, dass du mich an diese Person erinnerst. Du bist OK. Ich bin OK. Und wenn wir uns begegnen, dann denke ich nicht mehr an …“

Sie möchten eine andere Lösung? Bitteschön.

Tipp 2
Finden Sie drei positive Dinge/Eigenschaften an der Person.

„Der/Die hat nichts Positives" – denken Sie jetzt vielleicht. Doch. Hat jeder.
Sie finden etwas, dessen bin ich mir sicher. Es dürfen ganz „banale“ Dinge sein, z. B.:

- Er/Sie hat eine schöne Brille.
- Er/Sie ist pünktlich.
- Er/Sie hat tolle Kinder.
- Er/Sie hat tolle Schuhe.
- Er/Sie hat gepflegte Hände.
- Er/Sie hat eine angenehme Stimme.
Überlegen Sie, fragen Sie ggf. Kolleg*innen: Was fällt euch Positives zu dieser Person ein?
Warum ist das wichtig? Weil die Gedanken, die Mimik und Gestik beeinflussen. Ihr Gegenüber spürt die Antipathie und wird dementsprechend negativ auf Sie reagieren.
Die Veränderung ins Positive verändert automatisch auch die Reaktionen der anderen Person. Sie werden es erleben.

Meine Story dazu:
Als ich noch im Pharmaaußendienst tätig war, da gab es diesen einen Kunden: ein Arzt, ein wichtiger Meinungsbildner, den ich besuchen „musste“. Und doch: Wir zwei in einem Raum – hier war definitiv einer zu viel … Was tun?
Bevor ich der Person begegnete, stimmte ich mich positiv ein und dachte konsequent an drei positive Dinge (nicht lachen):

Er hat einen schönen Schreibtisch,
er hat ein freundliches Team,
er hat geputzte Schuhe …
Und wieder von vorne:
Er hat einen schönen Schreibtisch …
Ich war überrascht: Wir hatten das erste Mal seit langem ein richtig gutes Gespräch. Es hatte sich etwas verändert, weil ich meine Gedanken und somit mein Verhalten ihm gegenüber geändert hatte.
Anmerkung: Wir wurden nie „best friends“. Gleichzeitig entwickelten wir eine respektvolle und wertschätzende Kommunikation auf Augenhöhe.

Sie brauchen eine ganz schnelle Lösung? 

Tipp 3
Ein absoluter Quicktipp und somit sehr schnell umsetzbar.
Denken Sie sich: „Heute ist der/die anders.“
Dieser Tipp eignet sich besonders gut im B2C Kontakt. Die schnelle Hilfe für Kund*innen, die Ihnen regelmäßig begegnen und Bauchschmerzen verursachen.

Probieren Sie es aus.
Sie werden überrascht sein, wie sich Begegnungen dadurch positiv verändern …

In diesem Zusammenhang passt folgendes aus dem Talmud:

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Viel Spaß und Erfolg bei Veränderungen mit Leidenschaft wünscht Ihnen
Susanne Henneke

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Susanne Henneke | Bremen | 0163 26 66 254 |
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